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Paffrather Mulde (Bergisch Gladbach)

Fundstellen und ihre Fossilien

"Die Schlade" (Bücheler Schichten)
diverse Fossilien aus der Paffrather Mulde
Steinbruch am Friedhof von Herrenstrunden (Bücheler Schichten)
Die mitteldevonischen Massenkalke des Rheinischen Schiefergebirges
Unterthal (Unterer Plattenkalk)
Bücheler Schichten - verschiedene Fundstellen
Steinbreche (Refrather Schichten)

Steinbruch Cox (Knoppenbießener Schichten)





Das Profil der Paffrather Mulde mit einigen Leitfossilien
  1. Buchiola palmata GOLDFUSS
  2. Asteropyge supradevonica (FRECH)
  3. Uncinulus parallelepipedus BRONN (syn. Krausia parallelepipeda)
  4. Phariceras sp.
  5. Tornoceras simplex BUCH
  6. Stringocephalus dorsalis GOLDFUSS
  7. Dentalium sp.
  8. Megalodon abbreviatus SCHLOTHEIM (syn. Megalodon cullucatus)
  9. Uncites gryphus SCHLOTHEIM
  10. Stringocephalus burtini DEFRANCE
  11. Stropheodonta sp.




Geologische Übersichtskarte der Kalkmulde von Paffrath  (aus : Fliegel , G., 1922)




Geologische Übersichtskarte der Paffrather Mulde (aus: Grabert, H., 1980)

(SvL) Nur wenige Kilometer östlich von Köln liegt bei der Stadt Bergisch-Gladbach die Paffrather Kalkmulde. Die hier zutage tretenden Schichten reichen vom unteren Mitteldevon (Unteres Eifel) bis ins Oberdevon. In weiten Sammlerkreisen ist diese kleine etwa 12 x 7 km große Kalkmulde nahezu unbekannt. Einheimische Sammler zeigen jedoch angesichts der außerordentlichen Qualität und Vielfalt der Fossilien auch an den schönsten Juraammoniten nur wenig Interesse zugunsten der hiesigen Devonfossilien. Und dass die Paläontologie in Deutschland hier ihren Kinderschuhen entwuchs, spricht für sich.

Schlägt man einen "Klassiker" der Paläontologie auf, sei es das Tafelwerk von GOLDFUSS, die "Petrefacta Germaniae", QUENSTEDTs "Petrefactenkunde Deutschlands" oder die Werke von FRAAS, MURCHISON, MÜNSTER, PAECKELMANN, ROEMER, SANDBERGER oder SCHLOTHEIM, um nur einige zu nennen, überall stößt man auf Namen wie Paffrath, Büchel, Herrenstrunden, Schlade oder Bensberg, kleine Ortschaften und Lokalitäten in der Paffrather Mulde, in deren Umgebung schon in alten Zeiten außerordentliches Fossilmaterial gesammelt wurde.

Wohl das bekannteste Fossil von hier, der skurril geformte riffbewohnende Brachiopode Uncites gryphus, wird erstmals 1776 in einer Arbeit von BEUTH erwähnt.
Die englischen Paläontologen D´ARCHIAC & DE VERNEUIL schufen 1842 mit ihrer Arbeit "On the fossils of the older deposits of the rhenish provinces" ein Tafelwerk, das bis heute nur von der GOLDFUSSschen "Petrefacta Germaniae" und QUENSTEDTs "Ammoniten des Süddeutschen Jura" übertroffen wurde.
Die Fülle der wissenschaftlichen Arbeiten, die auf das Gebiet der Paffrather Mulde eingehen (der Kölner Paläontologe Ulrich Jux beschreibt in seiner Bibliographie für den Zeitraum von 1775 bis 1977 genau 320 Arbeiten) verschafft auch dem Sammler eine riesige Informationsfülle.

Die alten Steinbrüche, in denen noch vor 100 Jahren Kalksteine und Dolomit abgebaut wurden, sind seit langem aufgelassen und heute von ehrwürdigen Bäumen bestanden oder mit Dornengebüsch zugewuchert. Fossilfunde sind hier zwar noch möglich, in der Regel aber doch eher selten. Ab und zu aber schaut man aber doch wieder hinein und unweigerlich drängt sich der Gedanke auf, ob nicht eben auf jenem bemoosten Felsbrocken, auf dem man sich soeben zum Picknick niedergelassen hat, vielleicht vor 100 Jahren schon QUENSTEDT sein Frühstücksbrot verzehrte.

Aber auch heute noch werden in der Paffrather Mulde Fossilien gesammelt, die denen der vergangenen Jahrhunderte in nichts nachstehen. Das Geschäft des Fossiliensammlers ist jedoch härter geworden. Es bedarf guter Ortskenntnisse, regelmäßiger Kontrollfahrten und des stetigen Kontakts zu anderen Sammlern, denn die Aufschlüsse von heute sind meist klein und kurzlebig. Der Keller eines Hauses, der gerade ausgeschachtet wird, ist ja nun wirklich nur eine kleine Fundstelle, aber auch Straßengräben, Hausbaustellen und ähnliches sind lohnende Fundpunkte. Im richtigen Moment an der richtigen Stelle sein heißt das Motto.

Eine sehr bedeutsame Fundstelle war z.B. 1970 der Neubau des Kreishauses in Bergisch-Gladbach-Heidkamp. Im Zentrum der Paffrather Mulde wurden hier erstmals die bis dahin noch unbekannten Knoppenbießener Schichten (Oberdevon, Nehden-Stufe) angeschnitten, also das jüngste Glied des Paffrather Schichtenverbandes.

Etwas später wurden diese Schichten dann auch im hinter dem Kreishaus gelegenen Steinbruch Cox erschlossen und waren über 10 Jahre lang zugänglich. Eine für Deutschland bisher einmalige Fauna des Oberdevon kam hier zutage: Verkieste Goniatiten, Orthoceraten, Schnecken und Muscheln usw., in teils hervorragender Erhaltung.

Von Norden betrachtet zeigt die Paffrather Mulde ein schönes, ungestörtes und lückenloses Profil vom Unteren Mitteldevon bis hinauf ins Oberdevon. Der Südrand der Mulde wird von der sogenannten "Bergischen Überschiebung" gebildet. Hier schieben sich unterdevonische Schichten auf das Oberdevon der Südmulde. Entlang dieser Überschiebungszone stiegen in Spalten Erzlösungen auf, wodurch die Blei-Zink-Erz-Lagerstätten des Bensberger Erzrevieres entstanden, Grundlage eines jahrhundertelangen Erzbergbaus und Freude vieler Mineraliensammler.

Im Westen wird die Paffrather Mulde durch tertiäre Bruchstrukturen des Rheintals begrenzt, d.h. im Tertiär sanken die devonischen Schichten entlang großer Störungslinien ein und wurden vom Tertiärmeer überflutet. Über diesen marinen Sedimenten lagern noch quartäre und holozäne Terrassensedimente des Rheins. Während in Bergisch-Gladbach-Refrath noch Oberdevon ansteht (z.B. "Steinbreche"), liegt die nächste Ortschaft, der Kölner Ortsteil Brück, bereits auf der Mittelterrasse des Rheins.

In den noch ins Eifel (Unteres Mitteldevon) gehörenden Randbereichen der Paffrather Mulde, es sind dies die Mühlenberg-Schichten und die hangenden Unteren Honseler Schichten, ist die Fazies durch Sandsteine und Grauwacken bestimmt. In den Oberen Honseler Schichten ändert sich die Fazies hin zu Grauwackenschiefern und Tonschiefern, oftmals deutlich rötlich gefärbt. Dies sind dies die obersten Folgen des sogenannten "Lenneschiefers". Fossilien treten oftmals bankbildend auf, sind aber nur als Steinkerne erhalten. Fauna und Sedimentgesteine weisen auf ein nahes Festland hin, von dem aus die Sedimentation erfolgte.

Im Givet wird die Fazies zunehmend kalkiger, Korallen werden immer häufiger. Das Wasser wurde zusehends ruhiger, die Wassertiefe nahm ab (Flachmeer), die klastische Sedimentation vom Festland her wurde durch die biogene Kalkbildung im Meer überholt.

Im oberen Givet erreichte die Riffbildung ihren Höhepunkt. In den Bücheler Schichten finden sich massige Stromatoporen- und Korallenriffe mit einer tropisch-vielfältigen Fauna, wie wir sie auch heute noch von einem Korallenriff gewohnt sind: Riffbewohnende Brachiopoden, zu denen auch das Leitfossil des Givet gehört, der großwüchsige Brachiopode Stringocephalus, eine große Arten- und Individuenfülle von Gastropoden (bitte das Wort "Fülle" jetzt nicht gleichsetzen mit der Arten- und Individuenfülle einer tertiären Fundstelle z.B. im Pariser Becken), verschiedene Muschelarten und gelegentlich das eingeschwemmte Gehäuse eines Cephalopoden oder der Kelch einer Seelilie bestimmen den Faunenreport.

Im Verlauf des Oberdevons liegt das Meer der Paffrather Mulde wieder küstenferner. Das Meer wird tiefer, schließlich verschwinden die Korallen, Cephalopoden bestimmen deutlich das Faunenbild.

Im folgenden wird das Profil von Bergisch-Gladbach etwas eingehender vorgestellt. Im Gebiet der Mulde ist das Eifel ebenso wie das untere Givet meist sehr sandig ausgebildet und der Fossilinhalt für den Sammler daher weniger attraktiv als in den kalkig ausgebildeten jüngeren Schichten mit ihren schönen Schalenexemplaren. Jedoch finden sich in tonigen Bereichen der Mühlenberg-Sandsteine gar nicht so selten Negative und Positive von komplett mit Fangarmen erhaltenen Crinoidenkelchen und hübsche kleine Trilobiten (Asteropyge sp. u.a.).

Wesentlich besser ausgebildet sind die Versteinerungen im großen Kalksteinbruch von Linde (Grevensteiner Schichten) in der benachbarten Breuner Mulde. Hier finden sich nebeneinander aufgeschlossen verschiedene Faziesbereiche : Im alten Teil des Bruches gibt es gesteinsbildend rugose und tabulate Korallen (Disphyllum quadrigeminum, Favosites sp., usw.), im jüngeren Teil großwüchsige, bis zu 50 cm erreichende Nautiloideen (Cyrtoceras, Gomphoceras, usw.; bekannt sind über 20 Arten). In anderen Bereichen des Bruches tritt wiederum Stringocephalus nahezu gesteinsbildend auf; die steilen Wände dicht besetzt mit Stringocephalen und Spiriferen.

Leider wird auch in diesem großen Steinbruch seit Jahren nicht mehr abgebaut, weshalb dort heutzutage keine nennenswerten Funde mehr möglich sind - vor allem die großen Cephalopoden waren ohnehin gar nicht häufig und es bedurfte großer Mengen Materials, das durchgesehen werden musste - ideal war deshalb der Sprengbetrieb, der regelmäßig große Gesteinsmengen bereitstellte.

Für die meisten ortsansässigen Sammler beginnen die eigentlich wichtigen Schichten der Paffrather Mulde der besonders guten Fossilerhaltung wegen erst mit den Torringer Schichten.

Die sandig-tonigen Unteren Honseler Schichten des Liegenden gehen in die Kalkfazies der Torringer Schichten über; die Fossilien sind hier nun meist mit Kalkschale überliefert. Beherrscht wird die Fauna durch die große Arten- und Individuenfülle der Korallen. In großer Anzahl tritt Disphyllum quadrigeminum (GOLDFUSS) auf, weshalb bereits WINTERFELD (1894) diese Schichten als Quadrigeminum-Schichten bezeichnete.

Im Hangenden der Torringer Schichten schließen die fast immer rein kalkigen Bücheler Schichten an, ein Massenkalk, der in etwa mit dem Schwelmer Kalk des nördlichen Bergischen Landes (Aufschlüsse u.a. in Dornap) zu parallelisieren ist. Wegen ihres großen Fossilreichtumes sind gerade diese Schichten von besonderem Interesse.

Eine grobe Zweiteilung ist nach Faziesbereichen möglich: Zunächst in einen Vorriffbereich mit mächtigen Stromatoporen- und Korallenriffen. Nur hier findet sich der riffbewohnende Brachiopode Uncites gryphus (SCHLOTHEIM), das Leitfossil der Bücheler Schichten. Aufschlüsse dieser Massenkalke finden sich in den berühmten ehemaligen Steinbrüchen der "Schlade" in Bergisch-Gladbach. Hier konnte man auch Vorriff- und Rückriffsedimente studieren. Direkt am Brandungssaum, an dem das offene Meer mit seiner ganzen Kraft gegen das Riff prallte, lebten kräftig gebaute Korallen und Stromatoporen, durch den stabilen Bau auch der oftmals starken Brandung gewachsen. Ebenfalls in den Steinbrüchen der "Schlade" findet sich das Rasenriff, das im Rückriffbereich lag. Das Wasser war hier deutlich ruhiger, entsprechend fragiler gebaut war die Fauna.

Den zweiten, dem eigentlich Riffgürtel nachgelagerten Faziesbereich stellt der lagunäre Stillwasserbereich dar. Geschützt durch das Riff vom anbrandenden Meer, fand sich zwischen Riff und Küste ein Lebensraum mit geringer Wassertiefe. Dieser Faziesbereich findet sich aufgeschlossen z.B. in der Umgebung von Herrenstrunden im Strundetal und bietet ein anderes Artenspektrum. Riffbildende Korallen und Stromatoporen fehlen, solitäre Formen dagegen sind überaus häufig. Die Gastropodengattung Murchisonia tritt nur noch vereinzelt auf, während sie im Riff zu den häufigsten Fossilien zählt.

Ausschließlich auf den Rückriff-Bereich beschränkt sind großwüchsige Gastropodenformen wie Gyronema und Buchelia. Eine Erweiterung der Brachiopodenfauna findet durch Atrypa und Athyris concentrica sowie Cyrtina heteroclita statt, die Riffform Uncites gryphus dagegen fehlt. Gar nicht selten zu finden sind Cephalopoden. Meist handelt es sich um langestreckte, orthocone Gehäuse von Michelinoceras. Der spiralig eingerollte, mit Dornen besetzte Nautiloide Gyroceras ist ebenso eine Rarität wie das birnenförmige Gomphoceras oder der Nautiloide Geisonoceras.

Häufig hat in den Bücheler Schichten eine Anreicherung von Magnesium stattgefunden. Es bildete sich Dolomit CaMg(CO3)2, aus dem keine Fossilien geborgen werden können - diese gingen bei der Dolomitisierung verloren, wurden überprägt. Gleiches gilt für die Plattenkalke und Refrather Schichten. Im Gegensatz zum Massenkalk der Bücheler Schichten ist der Untere Plattenkalk deutlich gebankt. Den paläontologischen Nachweis des Überganges ermöglicht das erste Auftreten von Uncites paulinae WINTERFELD und das Aussetzen von Uncites gryphus. Auch Stringocephalus burtini DEFRANCE reicht bis hinauf in die mittleren Bereiche dieser Schicht. Weiterhin setzt mit den Plattenkalken eine weitere Stringocephalenart ein, Stringocephalus dorsalis, der bis Kindskopfgröße erreichen kann und sich von der glattschaligen Art Stringocephalus burtini durch einen deutlichen Sinus auf beiden Klappen unterscheidet.

Schillbildend (in der Literatur taucht oftmals der Begriff "Hians-Schill" auf) finden sich oft die beiden kleinwüchsigen Brachiopoden Emanuella inflata und Rynchospirifer hians, die einander außerordentlich ähneln, so daß in der Fachliteratur Angaben hierzu mit Fragezeichen versehen sind. Erweitert wird das Faunenspektrum durch Dentalien, Goniatiten, Ostracoden und - sehr selten - durch orthocone Nautiloideen, auf deren Schale sehr selten sogar das ursprüngliche Farbmuster erhalten geblieben ist.

Die bis zu 25 Meter mächtige Hornsteinpartie stellt durch ihre kennzeichnenden schwarzen Lydite einen ausgezeichneten Leithorizont dar und bildet den oberen Abschluss des Givet in der Paffrather Mulde. Der Lydit liegt in dünnen Lagen zwischen Tonmergeln, die auch Stringocephalus dorsalis GOLDFUSS und 

Emanuella inflata SCHNUR enthalten. Die Entstehung der Lydite führt JUX (1956, 1960 a,b) auf basisch-submarinen Vulkanismus zurück.

Das Oberdevon der Paffrather Mulde beginnt mit dem Oberen Plattenkalk. Die Schichten dieses biogenen Kalksteins sind deutlich plattig ausgebildet; sie sind arm an bodenbewohnender Fauna. Nur selten finden sich Brachiopoden (Emanuella inflata, Lingula sp., Gypidula sp., Athyris concentrica u.a.). Bedeutend ist dagegen die Fauna des Nektons (das heißt der frei schwimmenden Organismen). Zahlreiche Funde von Panzerfischen, Quastenflossern und Knochenfischen erregten großes Aufsehen.

Schließlich begann ja im Devon die Eroberung des Festlandes durch die Wirbeltiere. Aus den Crossopterygiern (Quastenflossern) entwickelten sich die ersten Amphibien, die zwar auf dem Lande leben konnten, zur Fortpflanzung jedoch zurück ins Wasser mußten. Mehr oder weniger unverändert seit dem Devon, das heißt seit über 350 Millionen Jahren, lebt noch heute vor Madagaskar der Quastenflosser Latimeria chalumnae - ein lebendes Fossil.

Eine deutliche Änderung der Verhältnisse erfolgte zur Zeit der Sedimentation der nun folgenden Refrather Schichten, einem an Fossilien reichen Riffkalk. Zahlreich finden sich spiriferide und vor allem atrypide Brachiopoden, massenhaft Korallen, unter ihnen in besonderem Umfange die Tabulata; gelegentlich finden sich Gastropoden und Cephalopoden. Für den Sammler sind diese Schichten nicht nur durch die sehr gute Fossilerhaltung von Interesse (besonders hob sich hier die Refrather "Steinbreche" hervor), sondern auch aufgrund der auch heute noch öfters guten Aufschlusslage: Diese Schichten werden häufig bei Bauarbeiten angeschnitten.

Im Bereich der Hombacher Schichten und Sander Schichten ist die Aufschlusslage schlecht, das Fossilmaterial eher dürftig und schlecht erhalten.

Noch jüngere Schichten waren im Bereich der Paffrather Mulde bis vor kurzem nicht bekannt, erst JUX & GROSS wiesen 1967 erstmals im Kern der Mulde die Knoppenbießener Schichten nach, die sie in die Nehdenstufe stellen konnten. Die Sensation war perfekt, als 1970 beim Bau eines neuen Kreishauses in Bergisch-Gladbach-Heidkamp Knoppenbießener Schichten angeschnitten wurden, die durchsetzt waren mit einer in glänzendem Schwefelkies erhaltenen Cephalopodenfauna - einmalig in Deutschland (siehe oben).

Die grundsätzlich kleinwüchsige Fauna lieferte eine große Artenfülle bestens erhaltener Goniatiten, orthoconer Nautiloideen, Gastropoden, Muscheln und Brachiopoden; sogar Korallenreste, pyritverkrustetes Holz und ein Fisch wurden geborgen. Eine Bearbeitung dieser Fauna mit Fossillisten und Abbildungen erfolgte 1974 durch JUX & KRATH.

Ein leider einschränkender Fundstellenhinweis: Die erwähnten klassischen Fundstellen "Schlade", "Herrenstrunden" und "Steinbreche" existieren zwar noch und sind auch zugänglich, aber sehr alt und seit sehr vielen Jahren aufgelassen und vollkommen zugewachsen. Funde sind nicht mehr möglich, graben ist zudem verboten, da diese Lokalitäten unter Naturschutz stehen.




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